Formationen sind großformatige Zeichnungen, in denen sich Landschaft als Bewegung, Rhythmus und Struktur entfaltet. Bäume und Berge bilden die zentralen Motive der Arbeiten, werden jedoch nicht als reine Abbilder der Natur dargestellt. Vielmehr stehen die Kräfte im Mittelpunkt, die Landschaft formen und beleben: Wind, Wachstum, Verdichtung und Erosion.
In den Baumdarstellungen wird das Rascheln der Blätter durch ein vielschichtiges Geflecht aus Linien, Verdichtungen und Wiederholungen sichtbar gemacht. Die Zeichnung folgt dabei weniger der äußeren Erscheinung als den Bewegungen und Schwingungen, die den Baum umgeben. Die Blätter scheinen zu vibrieren, Licht und Luft werden als zeichnerische Struktur erfahrbar.
Die Berge erscheinen als ruhende Gegenpole zu dieser flüchtigen Dynamik. Ihre Oberflächen sind von rhythmischen Mustern durchzogen, die an geologische Schichtungen, Sedimente oder tektonische Prozesse erinnern. Wiederkehrende Formen und Zeichen erzeugen eine eigene Ordnung, in der sich Zeit und Veränderung eingeschrieben haben. Die Muster verleihen den Bergkörpern eine innere Bewegung und lassen sie als lebendige Formationen erscheinen.
Durch das große Format entfalten die Zeichnungen eine unmittelbare Präsenz. Die Betrachterinnen und Betrachter werden in die Bildräume hineingezogen und erleben Natur nicht als entfernte Landschaft, sondern als ein Gefüge von Kräften, Rhythmen und Strukturen.
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