eigene Texte
Texte und Reflexionen

Married 2025
"Married 2025" Ausstellung Frauenmuseum Bonn, SOLWODI Solidarität und Stärke 2026
Eine traditionell gekleidete afghanische Braut befindet sich in einem nicht definierbaren roten Raum. Ihr Brautschleier, spitz überformt dargestellt, ähnelt einer Kapuze, die der Figur etwas unnahbares, fremdes verleiht und das nur angedeutete Gesicht überschattet.
Einzig die Hand der Braut scheint mit dem Betrachter zu kommunizieren.
Die Person ist nicht sichtbar, sie wird, sozusagen, durch ihr traditionelles Inkarnat ersetzt.
Der rote Hintergrund steht für Zwang und Gewalt. Aus der Perspektive der Braut für Wut, und hoffentich auch für Überlebenswille und Kraft.
Die Braut auf dem Bild ist eine Kunstfigur. Sie bezieht sich nicht ausschließlich und authentisch auf Afghanistan. Sie symbolisiert alle Frauen und Mädchen die in Ehen gezwungen werden.
Eine traditionell gekleidete afghanische Braut befindet sich in einem nicht definierbaren roten Raum. Ihr Brautschleier, spitz überformt dargestellt, ähnelt einer Kapuze, die der Figur etwas unnahbares, fremdes verleiht und das nur angedeutete Gesicht überschattet.
Einzig die Hand der Braut scheint mit dem Betrachter zu kommunizieren.
Die Person ist nicht sichtbar, sie wird, sozusagen, durch ihr traditionelles Inkarnat ersetzt.
Der rote Hintergrund steht für Zwang und Gewalt. Aus der Perspektive der Braut für Wut, und hoffentich auch für Überlebenswille und Kraft.
Die Braut auf dem Bild ist eine Kunstfigur. Sie bezieht sich nicht ausschließlich und authentisch auf Afghanistan. Sie symbolisiert alle Frauen und Mädchen die in Ehen gezwungen werden.

Gold gab ich für Eisen 2024
Gold gab ich für Eisen
Wegen fehlender Ressource, während der Befreiungskriege gegen Napoleon,von 1813 bis 1815, appellierte Marianne von Preußen an alle preußischen Frauen, ihren Goldschmuck abzugeben.
Im Austausch dafür erhielten alle Patriotinnen eine Eisenbrosche oder- ring mit der Aufschrift „Gold gab ich für Eisen“
Das Tragen von Eisenschmuck wurde zur Mode vieler Zeitgenossen, die damit Ihren Patriotismus dokumentieren wollten. Die enorme Nachfrage kurbelte die Produktion von Eisenschmuck in allen großen preußischen Eisengießereien an, darunter die der SAYNER HÜTTE mit einer Abteilung für Kunstguss.
Die Arbeitsplätze der Hüttenarbeiter wurden durch die Herstellung von Eisenschmuck gesichert. Später baute Preußen die von Napoleon zerstörten Festungen Asterstein und Ehrenbreitstein wieder auf und im Zuge dessen erhielt die Sayner Hütte weiterhin lukrative Aufträge, die für Arbeit und Aufschwung sorgten.
Das Werk „Gold gab ich für Eisen“ besteht aus einer antiken, metallenen Brotdose, die zu einem Guckkasten, bezw. Metallrahmen umgestaltet wurde. Die Brotdose symbolisiert den Arbeitsplatz, die Überlebensgarantie der Arbeiter und ihrer Familien.
Die Arbeiter sind Modellminiaturen.
Die Münze im Objektkasten mit der Aufschrift „Gold gab ich zur Wehr...“ ist nicht original aus der damaligen Zeit, sondern aus dem Jahr 1916. Gerade deshalb steht sie ganz allgemein für die Symbiose von Krieg, Zerstörung und Wiederaufbau.
Wegen fehlender Ressource, während der Befreiungskriege gegen Napoleon,von 1813 bis 1815, appellierte Marianne von Preußen an alle preußischen Frauen, ihren Goldschmuck abzugeben.
Im Austausch dafür erhielten alle Patriotinnen eine Eisenbrosche oder- ring mit der Aufschrift „Gold gab ich für Eisen“
Das Tragen von Eisenschmuck wurde zur Mode vieler Zeitgenossen, die damit Ihren Patriotismus dokumentieren wollten. Die enorme Nachfrage kurbelte die Produktion von Eisenschmuck in allen großen preußischen Eisengießereien an, darunter die der SAYNER HÜTTE mit einer Abteilung für Kunstguss.
Die Arbeitsplätze der Hüttenarbeiter wurden durch die Herstellung von Eisenschmuck gesichert. Später baute Preußen die von Napoleon zerstörten Festungen Asterstein und Ehrenbreitstein wieder auf und im Zuge dessen erhielt die Sayner Hütte weiterhin lukrative Aufträge, die für Arbeit und Aufschwung sorgten.
Das Werk „Gold gab ich für Eisen“ besteht aus einer antiken, metallenen Brotdose, die zu einem Guckkasten, bezw. Metallrahmen umgestaltet wurde. Die Brotdose symbolisiert den Arbeitsplatz, die Überlebensgarantie der Arbeiter und ihrer Familien.
Die Arbeiter sind Modellminiaturen.
Die Münze im Objektkasten mit der Aufschrift „Gold gab ich zur Wehr...“ ist nicht original aus der damaligen Zeit, sondern aus dem Jahr 1916. Gerade deshalb steht sie ganz allgemein für die Symbiose von Krieg, Zerstörung und Wiederaufbau.

Zu Wer ist Godot...? 2023
„Hätte ich gewusst, wer Godot ist, hätte ich das Stück nicht geschrieben“
(Samuel Beckett auf die Frage eines Journalisten 1953)
Das Bild ist ein Dialog mit dem Theaterstück „Warten auf Godot“ von Samuel Beckett.
Das Drama des irischen Schriftstellers entstand 1949 und wurde 1953 in Paris uraufgeführt.
Kern des Stückes ist die Frage nach der menschlichen Existenz.
Becketts Figuren warten auf den Sinn des Lebens, der sich ihnen absurderweise nie offenbart.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es, vor allem in Nord-und Westeuropa, eine Zeitenwende.Dogmatische Vorgaben staatlicher Führung gab es nicht mehr.
Religiöse Verbindlichkeiten und Regeln traten zurück. Existenzielle Fragen nach Sinn und Dasein stellten sich neu.
Die Figuren auf dem Bild „Wer ist Godot?“ sind frei erfunden und entsprechen nicht den Protagonisten in Becketts Theaterstück.
Dennoch sind die Akteure auf dem Bild fast ausschließlich allgemeine, zeitlose Typen der Gegenwart.
Die Verbindungslosigkeit der Akteure erstreckt sich über einen nicht definierten Raum. Die abgebildeten Personen sind angedeutet, unscharf, schemenhaft und weder zeitlich noch örtlich definiert… Sie sind einzig durch ein „Muster“ verbunden, das gleichsam Bühne und Hintergrund ist.
(Samuel Beckett auf die Frage eines Journalisten 1953)
Das Bild ist ein Dialog mit dem Theaterstück „Warten auf Godot“ von Samuel Beckett.
Das Drama des irischen Schriftstellers entstand 1949 und wurde 1953 in Paris uraufgeführt.
Kern des Stückes ist die Frage nach der menschlichen Existenz.
Becketts Figuren warten auf den Sinn des Lebens, der sich ihnen absurderweise nie offenbart.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es, vor allem in Nord-und Westeuropa, eine Zeitenwende.Dogmatische Vorgaben staatlicher Führung gab es nicht mehr.
Religiöse Verbindlichkeiten und Regeln traten zurück. Existenzielle Fragen nach Sinn und Dasein stellten sich neu.
Die Figuren auf dem Bild „Wer ist Godot?“ sind frei erfunden und entsprechen nicht den Protagonisten in Becketts Theaterstück.
Dennoch sind die Akteure auf dem Bild fast ausschließlich allgemeine, zeitlose Typen der Gegenwart.
Die Verbindungslosigkeit der Akteure erstreckt sich über einen nicht definierten Raum. Die abgebildeten Personen sind angedeutet, unscharf, schemenhaft und weder zeitlich noch örtlich definiert… Sie sind einzig durch ein „Muster“ verbunden, das gleichsam Bühne und Hintergrund ist.

zu Invasion 2022
Invasion Acryltusche auf Leinwand 100 x 120 x 3 cm, Februar 2022
„Invasion“ ist eine freie Variation und Umdeutung des Gemäldes „Golconde“ von René Magritte aus dem Jahr 1953.
Im Gegensatz zu „Colconde“ ist die Anordnung der Figuren kein überschaubares Muster. Die Figur, in diesem Fall ausschließlich Wladimir Putin, ist aus unterschiedlichen Perspektiven, überall im Bildraum .
Der dargestellte Ort ist die Potemkische Treppe in Odessa.
Odessa war bei Entstehung der Bildidee, im Februar 2022, noch nicht in kriegerische Handlungen involviert. Gleichsam ist Odessa Symbol für Kultur, Freiheit, Weltoffenheit und Demokratie. Die Ukraine gehört geografisch, historisch und kulturell zu Europa. Sie ist der größte Staat, dessen Grenzen vollständig auf dem europäischen Kontinent liegen
Die berühmte Treppe, auch bekannt aus Sergei Eisensteins Filmepos „Panzerkreuzer Potemkin“ von 1925, ist frei nach einer Retro-Postkarte von 1905 gezeichnet und verweist auf Putins Fantasie eines russischen Imperiums.

zur Objektreihe Ikonografisches 2010-1011
Meine Bildobjekte entstanden aus der Kollision einer CD und eines Schredders.
Der Verlauf dieser Begegnung war ursprünglich eher zufällig.
Der Schredder, vom vielen Schreddern schon in die Jahre gekommen und moderner
CD–Technik nicht immer gewachsen, vollendete sein Werk nicht ganz so gründlich.
Das Ergebnis war eine sehr angegriffene CD, deren Oberfläche eine ganz besondere Ästhetik aufwies. Das Bild auf der CD, (Venus, 2009) bekam eine neue, eigene Ikonizität.
Diese Erfahrung machte ich mir darauf folgend zunutze und suchte oder bedruckte
CDs mit entsprechenden Motiven, die ich dann schredderte, schnitzte und bemalte.
Meine Motive wählte ich nach deren Wiedererkennungswert aus, so beispielsweise Motive aus der Kunstgeschichte oder bekannte Personen aus dem kulturellen und öffentlichen Leben.
Mein „antiker Schredder“ beugte sich jedoch unter der Last der Kunst, so daß es die kleinen Bildobjekte nur in relativ geringer Anzahl gibt.